Samstag
|
20:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Preis:
Regulär CHF 32.- | Ermässigt CHF 25.- | U16 CHF 18.-
 
auawirleben - "stepping out" | Stefan Kaegi / Rimini Protokoll (Berlin) & Münchner Kammerspiele

Unheimliches Tal / Uncanny Valley

Deutsch | 60 min.



Der Schriftsteller Thomas Melle lädt zu einer Lesung. Das Setting ist Standard: Sessel, Wasserglas und ein kleines Tischchen für den Laptop. Doch an Stelle des Autors sitzt ein Roboter mit der Statur, dem Gesicht, der Mimik und den Bewegungen Melles. Er verspricht uns einen «Vortrag über das Problem der Unstetigkeit und die Überwindung des Uncanny Valleys», jenes Unbehagen, welches der Mensch fühlt, tritt ihm eine allzu menschenähnliche Gestalt gegenüber.

Wie praktisch so ein stellvertretender Androide doch ist. Für ritualisierte Veranstaltungen wie Lesungen, die Abend für Abend gleich ablaufen, muss man nicht mehr selbst hinhalten. Und vor allem hat die Maschine keine Stimmungsschwankungen. Dies ist insbesondere für Melle, der seine bipolare Krankheit als Geschichte des Kontrollverlusts beschreibt, ein entscheidender Vorteil.
Was bedeutet in dieser Konstellation die Frage nach Perfektion? Stehen Kopie und Original in einem Konkurrenzverhältnis zueinander oder helfen sie sich gegenseitig? Wer spricht und was hat er vor mit uns?
Die Produktion hätte bereits bei aua 2020 gezeigt werden sollen und musste abgesagt werden. Wir haben sie nicht nur deshalb erneut eingeladen, weil der Roboter der einzige Performer ist, der bestimmt vor dem Auftritt keinen Coronatest machen muss. Aber es hilft.

Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel haben im Jahr 2000 das Theater-Label Rimini Protokoll gegründet und arbeiten seither in verschiedenen Konstellationen unter diesem Namen. Stück für Stück erweitern sie die Mittel des Theaters, um neue Perspektiven auf die Wirklichkeit zu schaffen. Thomas Melle schreibt Stücke und Romane. Mit «Die Welt im Rücken» war er 2016 bereits zum zweiten Mal auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.

www.rimini-protokoll.de


The external similarity to human beings makes the acceptance of humanoid robots easier. However, if the machine is too similar to a human, we begin to feel mistrust: what is human, what is machine? An animatronic double of the author Thomas Melle takes his place on stage and questions the perfection of the original and its copy.

Einfach gesagt
An der Stelle des Schriftstellers Thomas Melle tritt ein Roboter auf, der genau gleich aussieht wie er. Ein Roboter macht keine Fehler und wird nicht müde. Aber ist das wirklich besser als ein Mensch, der sich immer wieder ein bisschen anders verhält?

Detaillierte Stück- und Besucherinformationen

DIREKT zur Ticketplattform inkl. Festivalpass

Von und mit
Konzept, Text, Regie: Stefan Kaegi
Text, Körper, Stimme:
Thomas Melle
Dramaturgie:
Martin Valdés-Stauber
Ausstattung:
Evi Bauer
Animatronik:
Chiscreatures Filmeffects GmbH
Herstellung und Art Finish des Silikonkopfes, Koloration, Haare:
Tommy Opatz
Video Design:
Mikko Gaestel
Musik:
Nicolas Neecke
Produktionsleitung:
Rimini Protokoll, Touring Epona Hamdan
Licht Design, Touring:
Robert Läßig, Martin Schwemin und Lisa Eßwein
Sound- und Video Design, Touring: 
Jaromir Zezula und Nikolas Neecke

Koproduktion

Berliner Festspiele – Immersion, donaufestival, Feodor Elutine, FOG Triennale Milano Performing Arts, Temporada Alta – Festival de Tador de Catalunya, SPRING Utrecht



Das Publikumsgespräch findet am 15.5. um 22:45 im Festivalzentrum Waisenhausplatz statt.

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