Freitag
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18:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Schlachthaus Theater, Saal | Live Streaming
Preis:
Regulär CHF 15.- | Ermässigt CHF 15.- | U16 CHF 10.-
Ticket
 
Rollstuhlgängig
Höranlage
Berner Lesefest Aprillen

ZSUZSANNA GAHSE & NANCY HÜNGER

Lyrik



Zsuzsanna Gahse
Zsuzsanna Gahse lebt, nach verschiedenen Stationen in Europa, seit vielen Jahren in der Schweiz. Ihre Sprache lebt zwischen Lyrik und Prosa, zwischen erzählenden und szenischen Texten. Sie wurde dafür vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis und dem Grand Prix Literatur.
Ihr Schreiben ist stets Umgang mit der konkret vor Ort vorgefundenen Sprache, ein Interesse an Wörtern, deren Verwandtschaften, Geschichten, semantischen Feldern. Spielerisch montiert sie ihre Beobachtungen zu Texten, Sprachwürfeln, eröffnet Räume und neue Bedeutungsmöglichkeiten.
Auch wenn sich Zsuzsanna Gahses Texte kaum einer Gattung unterordnen lassen – dazu sind sie viel zu eigensinnig – weiss sie die Genres zu bedienen, indem sie deren Grenzen lockert, neu kombiniert, experimentiert. Oder, wie sie die Experimente selber nennt: «Störe».
Zsuzsanna Gahse hat ein literarisches Werk geschaffen, das im besten Sinne (ver)stört, und dessen Wesen nicht ruht, sondern sich bewegt, unterwegs ist, auf der Stör.

Foto: Yves Noir

Nancy Hünger
Geboren 1981, studierte Freie Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar und verschrieb sich danach ganz der Literatur und lebt in Erfurt. Im Herbst 2008 erhielt sie ein Hermann-Lenz-Stipendium, 2012 das Dürener Förderstipendium Lyrik. Im Jahre 2011 war sie Jenaer Stadtschreiberon, 2013 Stipdendiatin des Künstlerhauses Edenkoben. Im Jahre 2014 erhielt Nancy Hünger den Caroline-Schlegel-Förderpreis der Stadt Jena.
Ihr dichterisches Werk – der jüngste Band trägt den Titel «4 Uhr kommt der Hund» - leben von einer düsteren Sogkraft, die die Leserin in geradezu heitere, schalkhafte Untergründe ziehen.
Es ist ein ernstes Sprachspiel, das hier dargeboten wird, Existentielles wird verhandelt und die Zusammenhänge der Welt, aber nie, ohne nicht doch Möglichkeiten von Inseln, von Idyll und Utopien. Trotzdem: «bleiben / wir jetzt hier bis die geschichte zu ende gewesen sein wird / und die wahrheit ist ehedem zur hälfte immer falsch»

Foto: Felix Wilhelm

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